SymbolbildZahl der Toten nach Fährunglück auf dem Kariba-See steigt auf mindestens 44
Die Polizei in Simbabwe erhöhte die Zahl der Toten des Fährunglücks vom Dienstag auf dem Kariba-See am Mittwoch auf mindestens 44. Dutzende werden weiter vermisst, schweres Wetter bremst die Suche.
Die Polizei veröffentlichte die neuen Zahlen am Mittwoch, 12. August, zweimal innerhalb von 32 Minuten auf X: zunächst 38 Tote, dann 44. Das Boot der staatlichen Rural Infrastructure Development Agency, das zwischen der Stadt Kariba sowie Inseln und Fischerdörfern verkehrt, kenterte am Dienstag, 11. August, in hohem Wellengang. Le Monde berichtete, Präsident Emmerson Mnangagwa habe den Katastrophenfall ausgerufen. Die Zivilschutzeinheit erklärte, 77 Gerettete seien nach Long Island gebracht und ein Taucherteam eingeflogen worden; schlechtes Wetter hielt kleinere Boote fern.
Von Beginn an überladen
Die Zivilschutzeinheit erklärte, nach den verkauften Tickets seien 114 erwachsene Passagiere, fünf Besatzungsmitglieder und eine unbestimmte Zahl von Kindern an Bord gewesen, zugelassen sind 90 Personen. Ein Besatzungsmitglied sagte dem Sender ZBC, es seien 153 Menschen an Bord gewesen; ein Passagier berichtete, das Boot habe rund 30 Minuten nach dem Ablegen in Kariba Wasser gemacht.
Ein See mit vielen Unglücken
The Guardian zählt wiederholte Unfälle auf dem See auf: 26 Ertrunkene auf der sambischen Seite im Jahr 2014, darunter 24 Kinder, fünf im Jahr 2021 und drei vermutlich Tote im Oktober 2023.
Andere Meinungen
The Hindu meldete noch den älteren Stand von 15 Toten und 27 Vermissten. Nur The Guardian ordnete den See kolonialgeschichtlich ein: Für den Stausee der 1950er Jahre wurden etwa 57.000 Menschen umgesiedelt.