Kuba: Dritter landesweiter Stromausfall binnen einer Woche
Kuba ist innerhalb gut einer Woche zum dritten Mal von einem landesweiten Stromausfall getroffen worden. Wegen Treibstoffmangels müssen Bauern teils wieder auf Ochsen statt Traktoren umsteigen. Die Energie- und Wirtschaftskrise der Insel verschärft sich weiter.
Kuba erlebt einen weiteren Zusammenbruch seiner Stromversorgung: Nach Darstellung der Global Times ist es der dritte landesweite Blackout in gut einer Woche. Die Nachrichtenagentur AFP illustriert die Tiefe der Krise mit der Rückkehr zu Ochsengespannen auf treibstoffarmen kubanischen Feldern, weil Diesel für Traktoren fehlt. Beide Quellen zeichnen das Bild eines maroden, chronisch unterfinanzierten Stromnetzes und eines akuten Kraftstoffmangels. Die staatsnahe chinesische Quelle betont die Häufung der Ausfälle, die westliche Agentur die Folgen für die Landwirtschaft und den Alltag; eine ausführliche kubanische Regierungsdarstellung liegt in diesen Meldungen nicht vor. Die Krise reiht sich in eine seit Oktober 2024 anhaltende Serie von Blackouts ein, für die marode Ölkraftwerke, ausbleibende Öllieferungen der Verbündeten und das US-Embargo verantwortlich gemacht werden. Die Quellenlage bleibt schmal, die Grundlinie der Berichte aber übereinstimmend.
