Chinas E-Auto-Offensive setzt westliche Hersteller unter Druck
Chinesische Elektroauto-Konzerne wie BYD drängen mit Tempo auf die Weltmärkte und setzen westliche Hersteller unter Druck; die USA halten BYD bislang außen vor. In Deutschland zeigt sich die Schwäche daran, dass die E-Auto-Prämie vor allem Tesla und chinesischen Marken nützt, während VW zurückfällt.
Ein Kommentar von Politico beschreibt Chinas E-Auto-Konzerne als „Piratenschiff“, das auf die westlichen Autobauer zusteuert: Nur die USA hätten Marktführer BYD bislang ferngehalten, doch das werde nicht gut ausgehen, solange sich der Westen nicht zusammenschließe. Die Berliner Zeitung zeigt die Kehrseite in Deutschland: Die neue E-Auto-Prämie sollte VW und Co. stärken, doch profitieren bislang vor allem Tesla und chinesische Marken, weil deutsche Elektroautos seltener gekauft werden. Die liberale europäische und die unabhängige deutsche Sicht ergänzen sich, betonen aber unterschiedliche Aspekte, den strategischen Handlungsdruck des Westens einerseits, die konkrete Verbraucherentscheidung andererseits. Chinesische Perspektiven fehlen in diesen beiden Quellen, was die Darstellung einseitig westlich hält. Hintergrund ist der rasante Aufstieg von BYD, das 2025 rund 4,6 Millionen Fahrzeuge verkaufte, und die EU-Zusatzzölle auf in China gebaute E-Autos. Ob Zölle und Subventionen die europäischen Hersteller schützen oder nur den Rückstand kaschieren, bleibt umstritten.
