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Chinas E-Auto-Offensive

Symbolbild

Chinas Elektroauto-Offensive hat sich zwischen 2023 und 2026 zu einer massiven Herausforderung für westliche Hersteller entwickelt: Marktführer BYD verkaufte 2025 rund 4,6 Millionen Fahrzeuge, überholte damit erstmals Ford und steigerte seine Exporte auf gut 1,05 Millionen Einheiten, ein Plus von etwa 200 Prozent. Weltweit hielt BYD 2025 einen BEV-Marktanteil von 12,1 Prozent, vor Tesla mit 8,8 und Volkswagen mit nur 5,2 Prozent. Die EU reagierte im Oktober 2024 mit Zusatzzöllen von bis zu 35,3 Prozent auf in China gebaute E-Autos, für BYD galten 17 Prozent, doch dessen Absatz verdoppelte sich dennoch, und der Konzern baut mit einem Werk in Ungarn ab Anfang 2026 lokale Produktion auf. Volkswagen geriet derweil so unter Druck, dass die EU-Kommission im Februar 2026 für den in China gefertigten Cupra Tavascan eine Ausnahme von den Zöllen gegen Mindestpreis und Quote genehmigte.

BloombergArgus MediaTransport & Environment

Verlauf im Detail

Donnerstag, 16. Juli 2026Wirtschaft

Chinas E-Auto-Offensive setzt westliche Hersteller unter Druck

Chinesische Elektroauto-Konzerne wie BYD drängen mit Tempo auf die Weltmärkte und setzen westliche Hersteller unter Druck; die USA halten BYD bislang außen vor. In Deutschland zeigt sich die Schwäche daran, dass die E-Auto-Prämie vor allem Tesla und chinesischen Marken nützt, während VW zurückfällt.

Ein Kommentar von Politico beschreibt Chinas E-Auto-Konzerne als „Piratenschiff“, das auf die westlichen Autobauer zusteuert: Nur die USA hätten Marktführer BYD bislang ferngehalten, doch das werde nicht gut ausgehen, solange sich der Westen nicht zusammenschließe. Die Berliner Zeitung zeigt die Kehrseite in Deutschland: Die neue E-Auto-Prämie sollte VW und Co. stärken, doch profitieren bislang vor allem Tesla und chinesische Marken, weil deutsche Elektroautos seltener gekauft werden. Die liberale europäische und die unabhängige deutsche Sicht ergänzen sich, betonen aber unterschiedliche Aspekte, den strategischen Handlungsdruck des Westens einerseits, die konkrete Verbraucherentscheidung andererseits. Chinesische Perspektiven fehlen in diesen beiden Quellen, was die Darstellung einseitig westlich hält. Hintergrund ist der rasante Aufstieg von BYD, das 2025 rund 4,6 Millionen Fahrzeuge verkaufte, und die EU-Zusatzzölle auf in China gebaute E-Autos. Ob Zölle und Subventionen die europäischen Hersteller schützen oder nur den Rückstand kaschieren, bleibt umstritten.

Politico EuropeBerliner Zeitung

Chinas E-Auto-Offensive · Bota