Epstein-Akten: Vance räumt ein, die Regierung habe die Freigabe „komplett vermasselt“
US-Vizepräsident J.D. Vance hat im Podcast von Joe Rogan eingeräumt, seine Regierung habe die Freigabe der Epstein-Akten „absolut vermasselt“, und vor allem die frühere Justizministerin Pam Bondi verantwortlich gemacht. Zugleich verweigerte das Justizministerium dem Bundesstaat New Mexico Akten für dessen Ermittlungen. Der Streit um zurückgehaltene Dokumente setzt Trumps Lager weiter unter Druck.
Vizepräsident J.D. Vance sagte dem Podcaster Joe Rogan, die Trump-Regierung habe die Kommunikation rund um die Epstein-Akten „komplett vermasselt“ und hätte von Anfang an alle Dokumente veröffentlichen sollen; die frühere Justizministerin Pam Bondi habe „überzeichnet, was wir hatten“. Politico und der Guardian werten das als seltenes Eingeständnis aus der Regierungsspitze, das den anhaltenden Unmut auch bei Trumps eigener Basis widerspiegelt. Al Jazeera berichtet zeitgleich, das US-Justizministerium verweigere dem Bundesstaat New Mexico Akten, die dieser für seine strafrechtlichen Ermittlungen zu mutmaßlichem Missbrauch auf Epsteins Ranch für entscheidend hält. Die konservative Welt betont Vances Schuldzuweisung an Bondi, während linksliberale Blätter den grundsätzlichen Vorwurf der Intransparenz in den Vordergrund rücken. Der Streit reicht zurück bis zu Bondis Andeutung einer Kundenliste Anfang 2025 und einem umstrittenen Memo, wonach es weder eine solche Liste noch Belege für Erpressung gebe. Wie viel tatsächlich zurückgehalten wird, bleibt zwischen den Lagern umstritten.
