Rechenzentren treiben Strom- und Wasserkosten – von New York bis Kapstadt
Der KI-getriebene Ausbau von Rechenzentren lässt weltweit die Strom- und Wasserkosten steigen. In den USA sollen Verbraucher in 13 Bundesstaaten Milliarden zusätzlich zahlen, während Kapstadt zwei riesige, wasser- und energiehungrige Rechenzentren genehmigt.
Dass Rechenzentren die Infrastruktur belasten, ist der gemeinsame Nenner der Berichte; die politische Deutung fällt gegensätzlich aus. Die linksliberale New York Times rechnet vor, dass eine Stromauktion des Netzbetreibers PJM Verbraucher und Unternehmen in 13 Bundesstaaten mit 6,3 Milliarden Dollar zusätzlich belastet, Kosten des Datacenter-Hungers, die auf die Allgemeinheit abgewälzt werden. Das konservative Wall Street Journal dreht die Schuldfrage um und geißelt in einem Kommentar die „Selbstsabotage“ New Yorks, dessen Politik den Bau von Rechenzentren behindere. Das südafrikanische Daily Maverick zeigt die globale Dimension: In Kapstadt haben zwei gewaltige, „wasser- und energiehungrige“ Rechenzentren eine erste Genehmigungshürde genommen, begleitet von Sorgen um knappe Ressourcen. Fakt ist der weltweit steigende Ressourcenverbrauch der KI-Infrastruktur; strittig ist, ob die Antwort strengere Regulierung und Kostenbeteiligung der Betreiber oder ein Abbau von Bauhürden lauten muss.
