Großbritannien plant nächtliche Social-Media-Sperrstunde für 16- und 17-Jährige
Die britische Regierung will für 16- und 17-Jährige eine standardmäßige nächtliche Sperrstunde (0 bis 6 Uhr) für soziale Medien einführen und Suchtfunktionen wie Autoplay abschalten. Die Maßnahme ergänzt das im Juni angekündigte Verbot für unter 16-Jährige.
Über den Inhalt berichten die Quellen einig: eine per Voreinstellung geltende nächtliche Sperre bestimmter Apps für ältere Teenager, dazu das Abschalten „süchtig machender“ Funktionen wie Autoplay und endloses Scrollen. In der Bewertung liegen die Blätter nah beieinander, setzen aber Akzente. Der linksliberale Guardian und Le Monde referieren die Regierungslinie: Es gehe darum, „die nächste Generation“ vor Online-Schäden zu schützen. Die BBC gibt Kritikern Raum, die die Regeln als „Stückwerk“ bemängeln, zumal Jugendliche sich per Opt-out entziehen können. Die Financial Times betont die technische Seite: Suchtfördernde Design-Elemente sollen per Gesetz abgeschaltet werden. Fakt ist der regulatorische Vorstoß; strittig ist, ob eine abschaltbare Sperrstunde wirksamer Jugendschutz oder symbolische Halbherzigkeit ist, und wie weit der Staat in die Mediennutzung eingreifen darf.
