Neuer Fed-Chef Warsh verspricht dem Kongress „Regimewechsel“ gegen die Inflation
Kevin Warsh hat in seiner ersten Anhörung als Vorsitzender der US-Notenbank ein Ende der hohen Inflation in Aussicht gestellt und einen „Regimewechsel“ versprochen. Konkrete Angaben, ob er dafür die Zinsen anheben würde, blieb er schuldig; Unabhängigkeit von Trump sagte er zu.
Beide Quellen schildern denselben Auftritt, gewichten ihn aber gegensätzlich. Die konservative FAZ stellt Warshs Versprechen eines „Regimewechsels“ und das In-Aussicht-Stellen niedrigerer Inflationsraten in den Vordergrund und hebt seine Beteuerung hervor, sich von Donald Trump nicht unter Druck setzen zu lassen, ein Signal der Stärke und Unabhängigkeit. Die linksliberale New York Times betont das Gegenteil: Warsh habe zwar das Bekenntnis der Fed wiederholt, die Inflation zu senken, aber offengelassen, wie, insbesondere, ob er höhere Zinsen unterstütze. Fakt ist der Amtsantritt und das rhetorische Bekenntnis zu Preisstabilität und Unabhängigkeit; strittig ist, ob hinter dem „Regimewechsel“ ein klarer Kurs steht oder vorerst nur ein Versprechen, brisant, weil zugleich der Iran-Krieg die Energiepreise und damit die Inflation neu befeuert.
