AfD startet selbstbewusst in den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt
Die AfD eröffnete in Magdeburg ihren Wahlkampf zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt; Spitzenkandidat Ulrich Siegmund sprach bereits über eine Amtszeit als Ministerpräsident. In Umfragen baute die Partei ihren Vorsprung vor der Union wieder aus. Hunderte demonstrierten gegen die Veranstaltung.
Rund 50 Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt feierte sich die AfD beim Wahlkampfauftakt in Magdeburg laut Welt schon als Wahlsieger; Spitzenkandidat Ulrich Siegmund sprach über „45 Prozent plus X“ und seine erste Amtshandlung als möglicher Ministerpräsident. Parteichefin Alice Weidel griff die Bundesregierung scharf an und kommentierte den zeitgleichen Rücktritt von Jens Spahn als überfällig. Die linksliberale Süddeutsche Zeitung lenkt den Blick auf einen internen Machtkampf hinter Weidels bemüht guter Stimmung. Die Zeit und die Berliner Zeitung heben die Hunderte Gegendemonstranten am Messegelände hervor. Über die Lager hinweg gilt die Wahl als Stimmungstest; strittig ist, ob die AfD ihre Umfragewerte in Regierungsmacht übersetzen kann, während der Verfassungsschutz die Partei als gesichert rechtsextrem einstuft.
