SymbolbildWHO: Ebola-Bekämpfung im Kongo hält nicht mit dem Ausbruch Schritt
Die WHO erklärte am Samstag, die seit Mai andauernde Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo breite sich weiter aus, die derzeitigen Eindämmungsmaßnahmen reichten nicht aus. Mehr als 3.500 Infektionen wurden bestätigt.
Was passiert ist
- Fünf Provinzen sind inzwischen betroffen, teilte die WHO in ihrer Erklärung aus Genf mit.
- Bis Donnerstag, 30. Juli, wurden 3.605 bestätigte Fälle und 1.587 Todesfälle gemeldet.
- Die WHO bezeichnet dies als den größten Ebola-Ausbruch in der Geschichte des Kongo.
- Fallentwicklung, geografische Ausbreitung und hohe Sterblichkeit zeigen laut WHO die Dynamik der Epidemie.
- Unsicherheit, Vertreibung und grenzüberschreitende Bewegungen erschweren die Gegenmaßnahmen und erhöhen das Risiko einer regionalen Ausbreitung.
- Das Nachbarland Uganda erklärte seinen eigenen Ausbruch am Dienstag, 28. Juli, für beendet, nachdem 42 Tage lang kein neuer bestätigter lokaler Fall aufgetreten war.
Mögliche Folgen
- Unklar ist, wie die Reaktion hochgefahren werden soll: Die WHO sagt lediglich, es müsse deutlich mehr getan werden.
- Offen bleibt, ob Gesundheitsteams Gebiete erreichen können, in denen Kämpfe und Vertreibung den Zugang blockieren.
- Die regionale Gefährdung besteht durch Bevölkerungsbewegungen über die Grenzen des Kongo hinweg fort, trotz der Entwarnung Ugandas.
- Die Fallzahlen in den fünf betroffenen Provinzen werden zeigen, ob die Maßnahmen greifen.