SymbolbildChinas Automarkt schrumpft den zehnten Monat, Exporte springen nach oben
Die Autoverkäufe in China fielen im Juli um 21,1 Prozent, den zehnten Monat in Folge. Zugleich stiegen die Exporte um 88 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Branchenverband China Passenger Car Association bezifferte die Juli-Verkäufe auf 1,47 Millionen Fahrzeuge und den Absatz im Ausland auf 923.000, wie das Handelsblatt am Dienstag, 11. August, berichtete. Der Rückgang fiel geringer aus als im Juni. Deutsche Hersteller zählen zu den Verlierern: BMW, Volkswagen und Mercedes verbuchten Gewinneinbrüche, während BYD, Geely und SAIC mit Elektro- und Hybridmodellen auf deren Heimatmärkten Anteile gewinnen.
Größerer Zugriff auf Europa und Asien
Die Financial Times berichtet, chinesische Unternehmen verstärkten ihren Zugriff auf Europas Auto-Lieferkette; Nikkei Asia nennt Südostasien das Testfeld für einen Vorstoß über Autos hinaus in Schmuck, Uhren und Wein.
Renminbi-Clearing in Europa
Die Deutsche Bank ist laut Financial Times Europas erste Clearingbank für den Renminbi geworden; die Global Times nennt die Benennung einen Impuls für den breiteren Handel.
Washingtons Vorwürfe
Der am Dienstag veröffentlichte Fiscal Transparency Report des US-Außenministeriums sieht China unter den Mindeststandards bei der Offenlegung von Auslandskrediten und warnt vor unerwarteten Zahlungsausfällen in Schwellenländern. Eine Umfrage des US-China Business Council ergab, dass US-Verzögerungen bei Exportlizenzen Milliarden kosten, ohne strategischen Nutzen, wie die South China Morning Post berichtete.
Andere Meinungen
Die staatsnahe Global Times gab Kommentare der People's Daily wieder, die bestreiten, dass schwache Binnennachfrage oder Subventionen Überkapazitäten erzeugen.